6.09.08
Cloverfield
R: Matt Reeves
D: Lizzy Caplan, Jessica Lucas, T.J. Miller
Musik: Michael Giacchino
Verleih: Paramount
Film: 



Bild: 



Ton: 



Extras: 



Musik im Film: keine, aber 


für die Schlusstitelmusik!
Videoerlebnisse
Hud filmt mit einer Videokamera die Abschiedsparty für seinen Freund Rod als plötzlich eine gewaltige Erschütterung alle Gäste zu Boden wirft. Keiner weiss was vor sich gegangen ist, so begibt man sich also aufs Dach des New Yrker Hochhauses um mehr zu erfahren. Dan plötzlich eine gewaltige Explosion. Panik. Sirenengeheul… und der Kopf der Freiheitsstatue liegt auf der Strasse.

Gut gewackelt
Beim Titel Cloverfield dachte ich zunächst an eine neue Drama-Serie aus Hollywoodland à la O.C. California und wie die Dinger alle heissen. Nichts da. Cloverfield ist ein absolutes Monsterfilmerlebnis, das mit seiner Machart spielt, die die Geschehnisse aus der Sicht einer mitlaufenden Videokamera zeigt. Das ist seit Blair Witch Project zwar nichts neues, aber im Fall von Cloverfield ungemein spektakulär und weitaus packender gemacht. Alles andere als ein Freund von subjektiven Wackelkameras muss ich hier eingestehen, dass es sich in diesem Fall bezahlt macht, in einer zwar längst etablierten, aber eben immer noch speziellen Weise, eine Geschichte zu zeigen. Auch weil Regisseur Matt Reeves dies 80 Minuten durchzieht und Effektshots nicht im Grossformat, sondern bildlich gut eingebettet zeigt.
Das wirkt teilweise erschreckend real und vor allem extrem spannend. Heieiei, hier hab ich selbst als nun nicht mehr ganz junger Filmgucker doch mal wieder etwas feuchte Hände bekommen. Obwohl die Effekte hervorragend gelungen sind, spielen sie nicht die erste Geige. Es ist das faszinierende Zusammenspiel aus Echtzeitbeobachtung, totaler Hilflosigkeit und Ungewissheit der Akteure und dem Gefühl nicht glauben zu wollen, was da geschieht. Wirklich beeindruckend gemacht und nach der (bewusst) langatmigen, 15 minütigen Einführung atemberaubend.
Cloverfield ist bisher die DVD-Überraschung der zweiten Jahreshälfte.
Giacchino ganz zum Schluss
Es gibt während des Films keine Sekunde Score (bloss eine Vielzahl an Songs, die im Hintergrund auf der Party gespielt werden), erst ganz zum Schluss, während den Schlusstiteln ertönt eine famose Overtüre von J.J. Abrams’ Hauskomponist Michael Giacchino. Dieses durch und durch orchestrale Powerstück (nein, damit sind nicht etwa MV-ähnliche Rhythmusknallereien gemeint) mit seinem gelungenen, eigentlich nicht erwarteten Thema ist bei itunes als Download verfügbar und zählt mit zum besten, was ich in der letzten Zeit aus dem Traumland zu hören bekam.
Die DVD
Grobkörnigkeit und Unschärfen sind natürlich beabsichtigt und Teil des Erlebnisses, so ist auch der Ton eingesetzt, der verteilt auf die Surroundboxen aber ein zünftiges Schauspiel bieten. In Sachen Extras gibt’s ein paar deleted scenes, die aber eben so wenig mehr preisgeben wie die beiden alternativen Enden.
Philippe Blumenthal



: halber Bewertungspunkt