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DVD-Rezensionen


22.10.08

The Happening

R: M. Night Shyamalan
D: Mark Wahlberg, Zooey Deschanel, Betty Buckley
Musik: James Newton Howard

Verleih: Fox

Film: BewertungspunktBewertungspunktBewertungspunktBewertungspunkt
Bild: BewertungspunktBewertungspunkthalber Bewertungspunkt
Ton: BewertungspunktBewertungspunktBewertungspunkthalber Bewertungspunkt
Extras: –

Musik im Film: BewertungspunktBewertungspunktBewertungspunktBewertungspunkthalber Bewertungspunkt

Geschehnisse
Die USA werden scheinbar von Terroristen mit biologischen Waffen attackiert: Im Central Park stehen die Menschen still und beginnen sich nach und nach umzubringen. Das Phänomen greift auf den ganzen Nordosten und zwingt eine kleine Gruppe, die bisher überlebt hat, zur Flucht. Sie entscheiden sich für ein abgeschiedenes Tal in Pennsylvania, da sich das Phänomen scheinbar bei grösseren Menschenansammlungen ausbreitet.

Bös untendurch
M. Night Shyamalan wurde für seine letzten Filme fast durchgehend von den Filmkritikern gebodigt. Auch das Publikum hatte kein Nachsehen und so liefen Filme wie Lady in the Water oder The Village sehr mässig. Noch schlechter erging es The Happening, der wirklich total floppte und selbst viele Langzeitfans von Shyamalan verärgerte.

Mir ist es allerdings ein Rätsel, wieso. Shyamalan greift immer interessante, wenn auch höchst hypethetische Thematiken auf und sicher ist das Eis, auf dem die Story von The Happening sich bewegt, sehr dünn und manchmal funktioniert das nicht immer so ganz. Und dennoch schafft es der Regisseur wieder mit recht geringen Mitteln zu packen. Ein weiterer Vorteil des Films ist die kurze Laufzeit von knapp 90 Minuten, die sich für den Film als ideal getimed erweist. Jaja, sicher, der moralische Zeigefinger, den Shyamalan schwingt, ist sicher etwas übertrieben und ich hätte mir mehr Mysteriöses um die Geschehnisse gewünscht – auch wenn das Ende wiederum gelungen und eben doch mehr offen lässt, als Fernsehexperten im Film zu erklären versuchen.

Yep, The Happening ist besser als er von vielen gemacht wurde, sicher nicht Shyamalans stärkster Film, aber doch immer noch besser als vieles was von drüben aus Hollywood wie ein ungewolltes “Happening” überschwappt.

Immer wieder Howard
Stets ein sicherer Wert bei Shyamalan Filmen ist James Newton Howard, der seine besten Arbeiten der letzten Jahren desöfteren in dieser Zusammenarbeit geliefert hat. Seine Musik zu The Happening beschreitet eine feine Linie mit mehrheitlich leisen Tönen und eingängigen Motiven (Klavier). Das Solocello setzt er mit viel Bedacht ein und weiss mit seiner Musik die Unwissenheit und Hilflosigkeit der Protagonisten manchmal bleiern schwer, dann wieder furchtsam und mysteriös und gleichzeitig mit leiser Hoffnungslosigkeit zu unterstreichen. Beeindruckend sind die schön gestalteten Titelabspänne mit Howards Musik, eine feine Sache – auch ausserhalb des Films funktioniert Howards Musik sehr gut, ein Riesenunterschied zum lärmigen Batman Begins.

Philippe Blumenthal