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Erster Internationaler Filmmusikwettbewerb beim 8. Zürich Film Festival.

Rezensionen

7.09.11

Themba (Annette Focks)

Alhambra Records A 8995 [63:01 / 30 Tracks]

Nach dem großorchestralen Krabat und dem chansonartigen, kammermusikalischen Romy-Soundtrack, liefert die schon mehrfach ausgezeichnete Komponistin diesmal einen ethnisch angehauchten Score.
Der Film erzählt die Geschichte des armen 11-jährigen Jungen Themba, der in einem Dorf am östlichen Kap Südafrikas lebt. Themba träumt davon einmal Fußballstar zu werden, wird von einem Trainer (Ex-DFB-Nationaltorwart Jens Lehmann) entdeckt und aufgrund seiner Leistungen in die All-Star-Academy berufen. Doch einen Tag vor seinem ersten großen Match erfährt Themba, dass er HIV positiv ist.
Die Vorlage zu diesem Film ist der bekannte Roman Themba von Lutz van Dijk, der von der deutsch-südafrikanischen Regisseurin Stefanie Sycholt verfilmt wurde. Für Sycholt und Focks war es schon die zweite Zusammenarbeit. Wie auch bei dem gemeinsamen Film Malunde verband Annette Focks schon einmal traditionelle afrikanische Musik mit europäischer Musik.
In Themba reicht das Spektrum von afrikanischen Chören bis zu Symphonieorchester-Klängen. Gekonnt nähert sich die Komponistin mit einfühlsamer Musik dem Protagonisten Themba. Hier werden aber nicht nur traurige Themen, sondern auch sehr moderne rhythmische Stilversionen verwendet. So hört man einen Rap oder einen Afro-Pop-Song, der schon fast hitverdächtig klingt (Track 5: Shoot, Shoot, Shoot, gesungen von Sahkile Moleshe). Aber auch wundervolle Streichermomente wie z.B. in Track 17: Funeral oder Track 6: Themba and Sipho sind zu hören. Zum Teil werden diese schönen Momente mit afrikanischen Gesängen im Hintergrund untermalt. Auch wenn Annette Focks kein afrikanisches Blut in ihren Adern hat, den Stil trifft sie gekonnt.
Annette Focks hat die Musik zu diesem Film nicht nur komponiert, sondern die Einspielung auch selbst dirigiert und produziert. Als Orchester leisteten ihr das Seraphin-Ensemble München und ein südafrikanischer Chor ausgezeichnete Unterstützung. Die Texte zu den Liedern schrieb die Regisseurin Stefanie Sycholt.
Gerhard Stritzl

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